Minister Pinkwart zu Besuch am MGL

Der Flughafen Mönchengladbach ist gleichermaßen Wirtschaftsfaktor und Innovationsmotor für die Region. Davon überzeugten sich heute Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Bild Mitte), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie weitere politische Vertreter bei einem Besuch vor Ort.

Wo steht der Flughafen Mönchengladbach (MGL) heute? Welche kurz- und mittelfristigen Pläne gibt es für das Flugplatzgeschäft auf der einen und für die Entwicklung der umliegenden Flächen auf der anderen Seite? Welche zukunftsweisenden Themen werden am MGL erforscht und erprobt? Diese und weitere Fragen diskutierte die MGL-Führungsriege mit Minister Pinkwart und politischen Vertretern von Land und Kommunen. Darüber hinaus stand ein Besuch beim größten Wartungsunternehmen am Platz, der Rheinland Air Service GmbH (RAS), an.

„Flexiblen und innovativen Unternehmen und Einrichtungen wie hier am Flughafen Mönchengladbach bietet die Luftfahrt derzeit besondere Chancen“, so Minister Pinkwart. „Neue Technologien ermöglichen neue Anwendungen wie beispielsweise Lufttaxis oder autonom fliegende Systeme aus den Bereichen Medizin, Rettungswesen und Logistik bis hin zur Landwirtschaft.  Gleichzeitig bietet die Transformation hin zu klima- und umweltfreundlichen Luftfahrttechnologien agilen Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, ihre Ideen umzusetzen und den Menschen zugutekommen zu lassen.“

Für die Stadt Mönchengladbach ist die Entwicklung am Flughafen richtungsweisend – im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier ebenso wie bei der wichtigsten Aufgabe unserer Zeit, dem Klimaschutz. Das machte Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs bei seiner Begrüßung im Hugo-Junkers Hangar deutlich: „Wir setzen gemeinsam im engen Schulterschluss mit den umliegenden Gemeinden auf Nachhaltigkeit und emissionsfreies Fliegen. Das Flugtaxi-Test-Konzept SkyCab, Menschen auf umweltschonende und schnelle Art zu transportieren und gleichzeitig den Stadtverkehr zu entlasten, ist ein richtiger Schritt auf dem Weg zum Innovationsflughafen und ein wichtiger Beitrag zum Strukturwandel.“ Der Bereich der Allgemeinen Luftfahrt (zivile Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs) wird als einer der ersten von der Elektrifizierung der Luftfahrt betroffen sein und somit Wegbereiter einer vielversprechenden Zukunftstechnologie.

Perspektiven für Innovations- und Wirtschaftsstandort MGL

Die SkyCab- und Folgeforschungen sind zudem ein wichtiger Innovations- und Wachstumsmotor für den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach. „In Zukunft werden diejenigen Unternehmen und Städte die Nase vorn haben, die eine bezahlbare, effiziente und nachhaltige Antwort auf die Frage von Transport und Mobilität haben“, sagt MGL-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus (im Bild links). „Das Technologiefeld Lufttaxis / urbane Luftmobilität schafft qualifizierte Arbeitsplätze und stärkt die lokalen Unternehmen am Flugplatz und in der Region durch eine frühzeitige Integration in nachhaltige Wertschöpfungsketten.“ Dabei geht es vor allem um das Management verschiedener Flugobjekte in eine komplexe Luftraumstruktur. Schon heute ist der Flugplatz ein wichtiger und wachsender Wirtschafts- und Ausbildungsstandort. 2021 waren insgesamt 755 Menschen beim Flugplatz selbst und in den dort ansässigen Unternehmen beschäftigt – ein zweistelliges Plus von 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Auszubildenden blieb konstant bei 40. Für Fluggerätmechanik und Fluggerätelektronik ist der MGL übrigens einziger Ausbildungsstandort in NRW.

Ausbau General und Business Aviation am MGL

Auch beim Flugbetrieb verzeichnete der Flughafen Mönchengladbach für 2021 mit knapp 47.200 Flugbewegungen (-3% im Vergleich zum Vorjahr) stabile Zahlen – trotzt der für die Branche schwierigen Corona-Zeiten. Hier zahlt sich aus, dass sich der MGL in den vergangenen Jahren als Wartungs- und Schulungsstandort einen Namen gemacht hat. Mit überregional renommierten Unternehmen wie QinetiQ, elite Jet und nicht zuletzt dem größten ATR (Avions de Transport Régional)- Wartungsbetrieb RAS ist der MGL einer der größten Serviceflughäfen Deutschlands. „Wir müssen den bestehenden Partnern am Platz langfristige Perspektiven bieten und gleichzeitig die innovativen Themen wie Drohnen und Flugtaxen weiter vorantreiben. Zudem wollen wir Wachstumspotenzial im Bereich Business Aviation heben“, bringt MGL-Geschäftsführer Andreas Ungar (im Bild rechts) die aktuellen Planungen auf den Punkt. „Dazu gehört auch, dass wir uns als Flughafengesellschaft selbst im Sinne der Nachhaltigkeit entwickeln und somit unseren CO2 -Footprint verringern.“

Flächen für den Ausbau als Innovationsflughafen, für die Expansion bestehender Betriebe und die Ansiedlung neuer innovativer Player im Flugumfeld, im Bereich Event und Hotellerie stehen auf der Trabrennbahn (140.000 m2 ) und der Parkplatzfläche (17.000 m2 ) zur Verfügung. Zudem werden bestehende Hallen auf dem Areal der ehemaligen Rheinflugzeugbau kurzfristig wieder betriebsfit gemacht.

Auch die Partner am Platz investieren und bekennen sich damit zum Standort MGL. 2021 hat die RAS 15 Millionen Euro in den Bau neuer Hangar- und Betriebsgebäude investiert und schafft so rund 50 neue Arbeitsplätze; langfristig sollen sogar bis zu 100 neue Arbeitsplätze entstehen. „Der Innovationsflughafen MGL und das Land NRW haben uns ausgezeichnete Rahmenbedingungen geschaffen, um die 50- jährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens trotz Corona-Pandemie mit dem Neubau einer 3. Flugzeughalle fortzusetzen“, sagt Michael Bitzer, Chief Operating Officer bei RAS. „In diesem Umfeld wollen wir zukünftig Vorreiter bei digitalen Technologien in der Produktion und bei neuen, nachhaltigen Luftfahrtantrieben sein. Dazu gehört auch das Fundament einer starken Ausbildung in den Bereichen Elektronik und Digitalisierung am Standort Mönchengladbach."

 

politPolitik zu Besuch am MGL: Minister Pinkwart (7.v.r.) zeigte sich begeistert von den innovativen Chancen am Flugplatz  Mönchengladbach.

 

Zum Flughafen Mönchengladbach - MGL

Der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach ist der größte Flugplatz des Landes Nordrhein-Westfalen für die Allgemeine Luftfahrt. Mit knapp 50.000 Starts und Landungen (Stand 2021) bedient der Flughafen Mönchengladbach neben privatem und gewerblichem Flugbetrieb auch Projekte zur Zukunft der Mobilität in der Luftfahrt am MGL. Zudem hat sich der MGL als Wartungs- und Ausbildungsstandort sowie als besondere Event-Location einen Namen gemacht.

Zur RAS

Rheinland Air Service ist mit rund 270 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte Arbeitgeber am Flughafen Mönchengladbach. Als führender europäischer Anbieter im Bereich Flugzeugwartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO) für die internationale Regionallinien und Geschäftsluftfahrt betreut RAS ein breites Spektrum internationaler Kundschaft. Neben Vertrieb, Support und Flugzeugbetankung bietet RAS auch komplexe Umrüstungen für verschiedene Luftfahrzeuge an. Insgesamt beschäftigt die RAS-Gruppe am MGL und an vier weiteren deutschen Standorten mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum Hugo-Junkers Hangar

Eine außergewöhnliche Event Location mit überregionaler Strahlkraft ist der Hugo Junkers Hangar. Der Betreiber noi! Event & Catering sorgt rund um die Halle mit der legendären „Tante Ju“ (Ju 52) für gelungene und kreative Events für bis zu 1.850 Personen

 

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