MGL geht voran

Der Flughafen Mönchengladbach (MGL) konnte 2019 bei den Flugbewegungen und Arbeitsplätzen an das gute Vorjahr anknüpfen, zudem wurden wichtige Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Es geht darum, die Zukunft zu gestalten, das machte die MGL-Führungsriege auf der Jahrespressekonferenz deutlich. Auf der Agenda standen unter anderem der weitere Ausbau zum Innovationsflughafen mit dem Forschungsprojekt SkyCab.

Die konstant hohe Zahl an Flugbewegungen (42.566 / Vergl. 2018: 42509) zeigt die verkehrspolitische Bedeutung des Flughafens Mönchengladbach. Bei den Flughafenentgelten stieg das Ergebnis 2019 um 50 % auf 890.489 € (2018: 593.097 €). Hier schlägt vor allem die im Oktober 2018 in Kraft getretene neue Entgeltordnung zu Buche, nach der die Flugsicherungsentgelte für Flugzeuge über 2 Tonnen deutlich angehoben wurden.

Im Zeitraum Januar bis April 2020 büßte der Flughafen Mönchengladbach mit 10.656 Flugbewegungen 2,9 % ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Grund ist der ab Mitte März Corona-bedingt stark reduzierte Flugbetrieb, v.a. durch die temporäre Schließung der Flugschulen.

Beim Jahresergebnis 2019 kann der Flughafen Mönchengladbach an die gute Entwicklung 2018 anknüpfen und das Defizit weiter verringern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt 2019 bei -2.008.868 € (2018: -2.577.515 €). Damit wurde der Verlust im ersten Jahr um mehr als 500.000 € reduziert. Auch gegenüber den Planzahlen für 2019 in Höhe von -2.274.983 € konnten knapp 300.000 € gut gemacht werden. „Die Zahlen belegen, dass unsere Entscheidung richtig war, den Flughafen 2018 zurück in städtische Hand zu holen“, sagt Oberbürgermeister und MGL-Aufsichtsratsvorsitzender Hans Wilhelm Reiners.

Entscheidend für eine nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung des MGL ist der Ausbau des Areals – mit weiteren Hangarplätzen, Expansionsflächen für bestehende Unternehmen und der Ansiedlung neuer innovativer Player in einer Airport City, das machte MGL-Geschäftsführer Franz-Josef Kames deutlich. Die Weichen dazu haben die Flughafengesellschaft und die Mehrheitseigentümerin EWMG (Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach) 2019 gestellt. Neue Flächen für die Weiterentwicklung des Flughafens stehen künftig auf dem Areal der Trabrennbahn (140.000 m2) und dem angrenzenden 32.000 m2 großen Grundstück, das von Daun & Cie. angekauft wurde, zur Verfügung. Auch auf der heutigen Parkplatzfläche könnten ein Business Park mit Büroräumen, Flächen für Forschung und Entwicklung und ein Hotel angesiedelt werden. Im 2. Halbjahr 2020 können zudem auf 1.200 m2 zusätzliche Hangarplätze in einer neuen MGL-eigenen Halle vermietet werden.

Als Wirtschaftsstandort hat der Flughafen Mönchengladbach mit 653 Arbeitsplätzen (2018: 647) schon heute eine zunehmend große Bedeutung.

 

Innovation und Forschung

Im Rahmen des SkyCab-Projekts, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in der 2. Projektstufe mit 2,6 Mio. € gefördert wird, positioniert sich der MGL als Forschungs- und Innovationsstandort. Hier wird untersucht, wie sich ein Flugtaxi sicher im aktiven Luftraum bewegen und in die Mobilitätsinfrastruktur der Stadt integriert werden kann. Dabei werden zeitlich realistische Tür-zu-Tür-Reisemodelle im intermodalen Verkehrs-Verbund überprüft. „Der MGL bietet mit seiner Kontrollzone und einer vollständigen luft- und bodenseitigen Infrastruktur ein ideales Testareal“, erläutert MGL-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus.

SkyCab betrachtet das Thema Flugtaxi ganzheitlich und beschäftigt sich neben der Wirtschaftlichkeit und den technischen Rahmenbedingungen auch mit Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz in puncto Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Komfort. Das entwickelte Konzept sieht ein elektrisch betriebenes Flugtaxi vor, das mit 240 km/h eine Strecke von mindestens 95 km in deutlich kürzerer Zeit zurücklegen kann als per Auto oder Bahn. Bis 2022 werden die Themenkomplexe nun weiter spezifiziert bis zum Bau eines SkyCab-Prototypens zum Ende des Förderprojekts.

Schückhaus wirft einen Blick in die Zukunft: „Perspektivisch lassen sich am Standort MGL Wissenschaft und Wirtschaft regional und überregional vernetzten. Die Flächen und die Infrastruktur sind da, wichtiges Know-how bauen wir im Rahmen des SkyCab-Projekts auf.“


 

 

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